Ratgeber-Hausbau

Bebaubarkeit

Die Bebaubarkeit des Grundstücks wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Der Baugrund zwingt manchmal aufgrund der Bodenbeschaffenheit  dazu, besondere Maßnahmen für den Hausbau zu ergreifen. Der Bebauungsplan stellt weitere Anforderungen, die es zu erfüllen gilt. Letztendlich könne auch die notwendigen Erschließungsmaßnahmen und auch Vorschriften bezüglich des Schallschutzes erheblichen Einfluss auf die Bebaubarkeit des Grundstücks und damit auf Ihren Hausbau nehmen.

 

 

Baugrund

Die Prüfung der Bebaubarkeit beginnt mit der Untersuchung des Baugrundes. Ist die Situation so schwierig, daß Sie ein Bodengutachten anfertigen lassen müssen? Schauen Sie dazu auch in unseren Ratgeber Grundstückskauf, in den Abschnitt Bodenbeschaffenheit, hier finden Sie Hinweise und Ratschläge zur Erkennung von möglichen Schwierigkeiten. Sollte eine besondere Abdichtung des Kellers oder Fundamentes notwendig sein, so müssen die notwendigen Maßnahmen in die Planung einfließen. Denn auch die Gründung für Ihren Hausbau muß dann planerisch berücksichtigt werden.

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan gibt Auskunft darüber, ob die o.gen. grundsätzlichen Entscheidungen für Ihren Hausbau auch bauordnungsrechtlich umgesetzt werden können. Im Bebauungsplan sind die planerischen Grenzen für Ihren Hausbau festgelegt. Hier entscheidet sich, ob Sie ein Doppelhaus, ein zweigeschossiges Haus oder ein Flachdach bauen dürfen, aber hier steht auch, wie das Gebäude auf dem Grundstück ausgerichtet werden darf. Diese Vorschrift kann z.B. einen entscheidenden Einfluss auf die Quantität Ihrer geplanten Solaranlage auf dem Dach haben, wenn die Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes eine optimale Ausnutzung nicht erlaubt. Auch hierzu haben wir in unserem Ratgeber Grundstückskauf ausführlich Stellung genommen. Informieren Sie sich hier über den Bebauungsplan und wie man ihn richtig liest.

Erschließung

Für die Planung des Hauses ist auch wichtig, welche Versorgungsleitung der öffentlichen Versorger bis an die Grundstücksgrenze gelegt haben. Es kann teuer werden, wenn Sie eine Erdgasheizung planen, der nächste Anschluß an eine Erdgasleitung aber in einigen Kilometern Entfernung vorhanden ist. Welche Kosten da auf Sie zukommen können, erfahren Sie in unseren Checklisten Anschlusskosten und Erschließungskosten.

Schallschutzvorschriften

Da sich der Staat um alles Sorgen macht, was das Wohl der Bürger beeinträchtigen kann, sind auch Schallschutzvorschriften zu beachten, wenn z.B. eine Eisenbahnlinie oder eine stark frequentierte Straße in der Nähe des Grundstückes vorbeiführt. Es gibt dann die Vorschrift, daß Fenster, die in diese Richtung zeigen, nicht zu öffnen sein dürfen und das die entsprechend Räume mit einer Zwangslüftungsanlage auszustatten sind.

Dies hat wiederum bei der Planung für Ihren Hausbau Einfluß auf die Bauart und Konstruktion der Fenster und Türen, auf die Anordnung der Terrasse u.ä.

Bauvorbereitung

Die Bauvorbereitung beinhaltet alle Tätigkeiten, die erforderlich sind, um mit dem Hausbau beginnen zu können. Der Beginn des eigentlichen Hausbaus erfolgt mit dem ersten Spatenstich für die Erdarbeiten.

 


Zu den Tätigkeiten, die vor Beginn des Hausbaus anfallen gehört zu allererst die Planung des Hauses. Die Planung basiert auf dem zur Verfügung stehenden Grundstück und den zur Verfügung stehenden
finanziellen Mitteln.

Grundstück

Bei der Auswahl des Grundstücks hat Ihnen unser Ratgeber Grundstückskauf sicher viele wertvolle Tipps und Tricks gegeben. Sie wissen daher, was und wie Sie auf dem Grundstück bauen können und dürfen.

Für Ihre Baufinanzierung sollten Sie die wichtigsten Informationen durch unseren Ratgeber Hausbaufinanzierung eingeholt haben. Dabei ist es von besonderer Relevanz, dass Sie die finanziellen Möglichkeiten, die Ihnen gegeben sind, realistisch ansetzen, denn nichts stört die Vorbereitung des Hausbaus mehr, als eine unsichere Baufinanzierung. Benutzen Sie daher auch unbedingt unsere Finanzierungsrechner!

Die wichtigsten Kriterien für das Baugrundstück sind die Bebaubarkeit und die Bodenbeschaffenheit. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sollten Sie dann die Rohplanung erstellen. Die dazu relevanten Fragen können Sie beim Lesen unseres Ratgebers Hausbau Punkt für Punkt abarbeiten. Benutzen Sie dazu auch unsere Hausbau-Rechner, die Ihnen bezüglich der Baukosten immer den exakten Wert berechnen.

Bauweise - Haustyp

Es beginnt mit der Auswahl des Haustyps und der Bauweise. Entscheiden Sie sich für ein Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus, eine Villa oder ein Schwedenhaus, ein Massivhaus oder ein Fertighaus? Wir geben Ihnen mit unserem Ratgeber Hausbau Informationen, die Sie bei dieser Entscheidung weiterbringen.

Baupartner

Dann stellt sich die Frage, mit wem Sie bauen wollen. Der richtige Baupartner kann ein Architekt oder Bauingenieur, ein Bauunternehmer oder ein Fertighaushersteller sein. Wenn Sie sich für ein Fertighaus entschieden haben, sollten Sie nicht versäumen, auch unseren Ratgeber Fertighaus durchzulesen. Er enthält wichtige Informationen rund um das Fertighaus.

Ausbaustufen

Der nächste Fragenkomplex bei der Bauvorbereitung im Ratgeber Hausbau beschäftigt sich mit den Ausbaustufen für Ihren Hausbau. Wollen Sie selbst viel Eigenleistungen erbringen, ein Ausbauhaus erwerben oder sogar ein Selbstbauhaus kaufen oder wollen Sie ein schlüsselfertiges Haus erstellen lassen? Für alle Möglichkeiten gibt es gute Gründe. Informieren Sie sich bei uns, wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile auf.

Machen Sie sich Gedanken über Ihren Raumbedarf, welche Zimmer benötigen Sie, wie groß sollen diese sein? Diese und andere wichtige Fragen werden im Abschnitt „Das Gebäude“ in unserem Ratgeber Hausbau ausführlich erläutert.

Energiestandard

Der Energiebedarf und seine Deckung hat heute einen ursächlichen Zusammenhang mit der Art und Weise, wie Sie bauen wollen. Entscheiden Sie sich für ein Niedrigenergiehaus, ein Passivhaus oder sogar ein Nullenergiehaus oder Plusenergiehaus. Alle diese Begriffe werden Ihnen in diesem Ratgeber Hausbau ausführlich erläutert, damit Sie die richtige Entscheidung treffen können.

Baustelleneinrichtung

Zu guter Letzt kommen Sie zu den abschließenden Maßnahmen der Bauvorbereitung, nämlich zur eigentlichen Baustelleneinrichtung. Im Rahmen der Baustelleneinrichtung müssen Überelegungen hinsichtlich der Baustellensicherung, der Energieversorgung, der Baustellenlogistik und der Umweltschutzmaßnahmen angestellt werden.

 

Regenwassernutzung in Haus und Garten

Dieser Abschnitt befasst sich mit der Regenwassernutzung und den dazugehörigen Regenwassernutzungsanlagen. Folgende Bereiche sind für Sie von Bedeutung:

Grundsätzliche Überlegungen zur Regenwassernutzung

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nr.1. Trinkwasser wird aber immer knapper, weil wir zuviel Wasser verbrauchen. Die Aufbereitung des Trinkwassers wird bedingt durch die immer größere Umweltverschmutzung schwieriger und damit teurer. Sie merken es an Ihrer Wasserrechnung, auch sie steigt ständig.

Wahrscheinlich gehören auch Sie noch zu den Menschen, die kostbares Trinkwasser durchs WC rauschen lassen. Nutzen Sie das Regenwasser sinnvoll, denn es steht kostenlos zu Ihrer Verfügung. Sie können Ihren Trinkwasserverbrauch durch die Regenwassernutzung annähernd halbieren.

Von den 145 l Wasser, die der Bundesbürger täglich im Durchschnitt verbraucht, ist Wasser in Trinkwasserqualität nur für einige Bereiche im Haushalt notwendig. Für den Garten, Waschmaschine und WC Spülung ist eine Regenwassernutzung genau so gut oder sogar noch besser geeignet. Weiches Wasser ist gut für die Pflanzen, vermeidet Kalkränder und schont die Waschmaschine. Verwenden Sie dafür Regenwasser aus Ihrem Regenwassertank und Sie werden sich in Zukunft darüber freuen, wenn es regnet.

Die nachstehende Grafik verdeutlicht die Verwendung von Trinkwasser im Haushalt.

 

Sparpotenziale einer Regenwassernutzungsanlage

 Grafik: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Funktionsweise einer Regenwassernutzungsanlage

Die Funktionsweise einer Regenwassernutzungsanlage ist in der Graphik unten dargestellt.

Das Regenwasser wird von den Dachflächen aufgefangen, fließt vom Dach über Fallrohre und einen Sammelschacht mit Filter, von wo er gereinigt in den Regenwassertank geleitet wird.

Ein beruhigter Zulauf fördert die Sedimentation. Die noch enthaltenen feinsten Schwebstoffe setzen sich am Boden als Sedimentschicht ab. Diese Sedimente verwandeln sich in Mineralien, wodurch die Wasserqualität gefördert wird.

Der Speicher der Regenwassernutzungsanlage ist mit einer Belüftung und einem Überlauf versehen. Das überlaufende Regenwasser sollte nach Möglichkeit über einen separaten Sickerschacht in den Untergrund versickern. Bei einem Anschluß an den Abwasserkanal muß ein Geruchsverschluss eingebaut werden. Der Überlauf verhindert einen unkontrollierten Wasseraustritt aus dem Speicher.

Eine Pumpe fördert bei Bedarf das Wasser mit ausreichend Druck zum Verbraucher. Der Schaltautomat der Pumpe sorgt dafür, dass sie sich automatisch ein- und ausschaltet.

Wenn nicht genügend Wasser im Tank ist, zum Beispiel bei längeren Trockenperioden, wird automatisch Wasser aus dem Trinkwassernetz zugespeist. Der Füllstandsgeber der Regenwassernutzungsanlage misst den Wasserstand im Regenwassertank und zeigt ihn ständig auf der Füllstandsanzeige der Steuerung an. Die Wassernachspeisung speist vollautomatisch aus der normalen Trinkwasserleitung soviel Wasser nach, wie es erforderlich ist.

Allerdings darf hier keine feste Verbindung zwischen dem Trinkwasser- und dem Brauchwassernetz bestehen. Das Trinkwasser muss frei in den Regenwassertank laufen können.

 

Regenwassernutzung mit Regenwassernutzungsanlage

 Grafik: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Regenwassernutzung für die Gartenbewässerung

Sind Sie nicht auch der Meinung, daß ausgedörrte Böden, vertrocknete Blumenbeete und gelbbrauner Rasen immer häufiger vorkommen? Tatsache ist, daß in Zukunft die Dauer und Häufigkeit von extremen Trockenperioden ansteigen wird.

Herkömmliche Regentonnen helfen da kaum noch weiter, da ihr Volumen begrenzt ist und das Wasser schnell aufgebraucht wird. Durch Algenbildung können zusätzlich Probleme entstehen und lästige Insekten angezogen werden. Es ist daher besser, innerhalb der Regenwassernutzungsanlage einen unterirdischen großen Regenwassertank anzuschaffen. Wie dieser zu bemessen ist, erfahren Sie später.

Ihr Garten kann wieder normal aussehen und aufblühen und Ihr kostbares Trinkwasser wird geschont. Die Umwelt und Ihr Garten werden es Ihnen danken. Die Gartenbewässerung durch weiches Regenwasser ist für Pflanzen viel besser, als das manchmal sehr kalkhaltige Leitungswasser.

Regenwassernutzung für das Haus

Im Laufe von 10 Jahren kann eine 5köpfige Familie, die eine Regenwassernutzungsanlage für Haus und Garten einsetzt rund 1,2 Millionen Liter Wasser einsparen. Das entspricht einer Menge von ca. 80.000 Kisten Mineralwasser.

Wie Sie aus der oben stehenden Grafik ersehen können, benötigt man nur ca. 30% des verbrauchten Wassers wirklich in Form von Trinkwasser.

Für Toilettenspülung , Gartenbewässerung, Auto waschen und Wäsche waschen ist Regenwasser bestens geeignet. Mit einer Regenwassernutzungsanlage, die das Haus mit versorgt ist eine optimale Einsparung an Ressourcen möglich. Gerade beim Neubau ist dies ein Teil der Haustechnik, der insgesamt den Wert Ihrer Immobilie erhöht und die Umwelt schont. Ihre Kinder und Enkelkinder werden es Ihnen danken.

Wasserspeicherung / Tanks

Die Lagerung des aufgefangenen Regenwassers ist ein wichtiger Punkt bei der Erstellung der Regenwassernutzungsanlage. Sie erfolgt in Regenwassertanks oder Zisternen aus Beton.

Das Regenwasser wird bei fast allen Anbietern in monolithischen Behältern, also Behältern, die in einem Stück gefertigt sind, gelagert. Dies ist sehr wichtig für die dauerhafte Dichtigkeit der Wassertanks. Die am meisten verwendeten Materialien für die Wassertanks sind Polyethylen oder Beton.

Wassertanks aus Polyethylen sind so leicht, dass sie auch mit einem Bagger bewegt werden können. Ein Einbau an unzugänglichen Stellen, z. B. im Garten ist daher kein Problem. Das verwendete Material muss recyclebar sein, damit man es wiederverwerten kann. Speicher aus Beton sind bei einer Regenwassernutzung nur dann zu empfehlen, wenn der Grundwasserspiegel recht hoch ist und unter befahrbaren Flächen liegt. Zum Einsetzen des Regenwasserspeichers aus Beton muss eine Möglichkeit bestehen, mit schwerem LKW direkt bis an  die Baugrube heranfahren zu können.

Zum Schutz vor übermäßiger Erwärmung sollte der Regenwasserspeicher, unter die Erde verlegt werden. Bei einer frostfreien Einbautiefe des Wassertanks von 80 cm liegt die Temperatur des Wassers zwischen 10 und 12 ° C. So bleibt das Wasser auch im Winter frostfrei und eine Verkeimung ist annähernd ausgeschlossen. Da auch keinerlei Licht einfallen kann, wird auch eine Algenbildung kaum entstehen können..

Welche Tankgröße benötige ich eigentlich für meine Regenwassernutzungsanlage?

Die Größe des Wassertanks ist abhängig von der Art der Nutzung, also Haus- und Gartennutzung oder nur Gartenbewässerung. Bei der Haus- und Gartennutzung ist die Anzahl der Bewohner, die angeschlossene Dachgrundfläche und die Größe des Gartens von Bedeutung.

Bei der reinen Gartennutzung kommt es nur auf die Gartenfläche und die angeschlossene Dachgrundfläche an.

Beispiele für Berechnung der Tankgröße bei einer Regenwassernutzung für Haus- und Garten

Anzahl Bewohner  Gartengröße    Dachfläche    Tankgröße
 1 –2  200 qm  100 qm
 4.500 l
 4- 5  1000 qm  120 qm  7.500 l

Regenwassertanks werden in Größen von 1000 bis 9000 Liter Fassungsvermögen angeboten.

Filter und Pumpen

Die Regenwasserfilter stellen die wichtigste Reinigungsstufe innerhalb der Regenwassernutzungsanlage dar und werden in die Erde (Filter für Erdeinbau) oder in das Fallrohr (Fallrohrfilter) eingebaut. Zweckmäßig sind selbstreinigende Filter, die Wasser und Schmutz trennen. Die Schmutzpartikel und das Laub werden mit einem kleinen Teil des Regenwassers in die Kanalisation gespült. Das so gereinigte Regenwasser wird dann in den Wassertank eingeleitet.

Pumpen

Meist werden mehrstufige Kreiselpumpen für die Installation im Keller oder Unterwasserdruckpumpen für den Einsatz im Regenwasserspeicher verwendet. Die eingesetzten Pumpen sollten einen geringen Energieverbrauch haben und vor allem leise arbeiten. Eine automatische Schaltung sorgt dafür, dass sich die Pumpe einschaltet, sobald das Wasser benötigt wird.

Pegelanzeige und Trinkwassernachspeisung

In der Regel erfolgt die Steuerung der Regenwassernutzungsanlage elektronisch. Bei Steuerungen mit Pegelanzeige wird der Wasserstand im Speicher über den Pegelstandsgeber ermittelt und auf der Pegelanzeige angezeigt.

Ist auf der Saugseite nicht genügend Wasser vorhanden, wird die Pumpe automatisch abgeschaltet (Trockenlaufschutz). Bei Bedarf schaltet sich die Trinkwassernachspeisung automatisch ein und gewährleistet so den reibungslosen Betrieb der Gesamtanlage. Das Trinkwasser wird durch einen Trichter in eine zusätzliche Leitung (gesetzlich vorgeschriebene absolute Trennung!!) gespeist und in den Regenwasserspeicher geleitet.

Wasserdesinfektion / Reinigung

Bei einer guten Regenwassernutzungsanlage für die Haustechnik durchläuft das Regenwasser vier Reinigungsstufen. Damit ist gewährleistet, daß Sie nicht nur eine optimale Wasserqualität erzielen, sondern daß der Tank auch nur noch alle 10 – 15 Jahre gereinigt werden muss.

Reinigungsablauf bei Regenwassernutzung

Zuerst gelangt das Regenwasser in den Feinfilter, der verhindert, daß Schmutzstoffe in den Tank kommen können. Der Filtereinsatz ist selbstreinigend und kann zu Wartungszuwecken entnommen werden.

Feine Staubpartikel, die durch den Filter gelangt sind, setzen sich am Boden ab. Der Zulauf verhindert Verwirbelungen und führt dadurch sauerstoffreiches Wasser nach unten. So bleibt das Wasser immer klar und geruchlos, ein wesentliches Faktum bei der Regenwassernutzung. Leichte Feinstoffe bilden eine Schwimmschicht. Ein eingebauter Siphon ist so geformt, daß diese Schicht durch den Sogeffekt beim Überlaufen des Tanks ausgespült wird. Gleichzeitig bildet er einen Geruchsverschluss. Die Entnahme des Wasser erfolgt schwimmend, kurz unter der Wasseroberfläche, wo das Wasser am saubersten ist. Ein weiterer Feinfilter schützt die Pumpe zusätzlich, falls durch Außeneinwirkung Schmutz in den Tank kommt.

Rechtliche Vorschriften für die Regenwassernutzung

Regenwassernutzungsanlagen, die ausschließlich für die Gartenbewässerung eingesetzt werden, sind nicht anzeige- oder genehmigungspflichtig. Bei Regenwassernutzung für die Haustechnik besteht Anzeigepflicht bei Wasserversorger und beim Gesundheitsamt.  Es sind die Trinkwasserverordnung und die Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit Wasser zu beachten.

TrinkwV § 17 (1)  Trinkwasserverordnung

Wasserversorgungsanlagen, aus denen Trinkwasser oder Wasser für Lebensmittelbetriebe mit der Beschaffenheit von Trinkwasser abgegeben wird, dürfen nicht mit Wasserversorgungsanlagen verbunden werden, aus denen Wasser abgegeben wird, das nicht die Beschaffenheit von Trinkwasser hat. Die Leitungen unterschiedlicher Versorgungssysteme sind, soweit sie nicht erdverlegt sind, farblich unterschiedlich zu kennzeichnen.

AVBWasserV § 3(2) Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit Wasser

Vor der Errichtung einer Eigengewinnungsanlage hat der Kunde dem Wasserversorgungsunternehmen Mitteilung zu machen. Der Kunde hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, daß von seiner Eigenanlage keine Rückwirkungen in das öffentliche Wasserversorgungsnetz möglich ist.

Kosten- / Nutzenverhältnis

Der Nutzen einer Regenwassernutzungsanlage ist durch eine Einsparung von mehr als 50% des Trinkwasserbedarfs im Privatbereich grundsätzlich sehr effektiv. Bei der Nutzung für die Gartenbewässerung ist die Einsparung noch größer, wenn man bedenkt, dass die Gebühren für Wasser und Abwasser dadurch entfallen!  Bei der Nutzung als Brauchwasser im Haushalt sparen Sie Waschmittel, Weichspüler und gegebenenfalls Enthärter für die Wasseraufbereitung. Sie können beim Einbau eines Regenwasserspeichers von Versiegelungsgebühren befreit werden. Ein weiterer Vorteil für die Regenwassernutzung ist gegeben, bei Einschränkungen der Entnahme aus dem öffentlichen Wassernetz (beispielsweise das Verbot der Gartenbewässerung während Trockenperioden in den Sommermonaten), denn Sie haben dann Eigenreserven.

Die Baukosten für eine Regenwassernutzungsanlage mit Speicher, Rohrleitungen, Filter und Pumpen liegen im Bereich von ca. 2.500 - 5.000 € (je nach Eigenleistungsanteil und nach Größe des Speichers). Bei Wartung durch eine Firma müssen zusätzlich ca. 100 €/Jahr bereitgestellt werden. Wenn wir einen 4-Personen-Haushalt zu Grunde legen, der pro Jahr ca. 60 m³ (40 Liter/Tag/Person) durch Regenwassernutzung einspart, und einen Wasserpreis von 2,50 €/m³ annehmen, beläuft sich die finanzielle Einsparung auf 150 €/Jahr.

Die durch Regenwassernutzung erzielte Schonung unserer Trinkwasservorräte, der eingesparte Aufwand für die Trinkwasseraufbereitung, die ständig steigenden Wasserpreise und die Entlastung unserer Kläranlagen wird die Regenwassernutzungstechnik kurzfristig zum notwendigen Standard für uns alle machen.

Fördermittel

In vielen Gebieten werden Regenwassernutzungsanlagen öffentlich gefördert (z.B. in NRW mit 1.500€) Die Versickerung von Regenwasser wird inzwischen fast überall durch die Befreiung von der Versiegelungsgebühr belohnt. (bis zu 2 € p.a. pro qm versiegelter Fläche.) Die Förderung ist jedoch sehr unterschiedlich.

Regionale Informationen zur Regenwassernutzung erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde.

Viele Gemeinden erkennen einen Erdtank als Regenwasserkontrollschacht an. Sie sparen deshalb doppelt, einmal bei der Regenwassernutzung und auch beim Bau des Kontrollschachtes (ca. 1.500 €)


 

 

 

Die Energie beim Hausbau

Energie

Für den Hausbau ist die Energie in Form von Wärme, Strom und Gas von Bedeutung. Im Rahmen der Haustechnik gilt es, diese Energieformen mit geeigneten Mitteln für den Hausbau zu nutzen. Wichtiges Kriterium der Anendung ist dabei die Energieeinsparverordnung vom Februar 2002.


Bei der Planung eines Hausbaus kann der Energieverbrauch bereits durch geeignete Maßnahmen reduziert werden. Der Grundriss des Hauses, die Ausrichtung und die Anordnung der Fenster haben dabei ebenso Einfluss, wie die Wärmedämmung, die Heizungsanlage und die Lüftungstechnik.
 


Ein Ziel der Hausbauplanung, zumindest für den Bereich Haustechnik, sollte es sein, unnötige Energieverluste zu vermeiden und natürliche Ressourcen zur Energiegewinnung und Energieeinsparung im Sinne der Energieeinsparverordnung zu nutzen.

Wärme

Die Erzeugung von Wärme ist mittels der Haustechnik durch Solarwärme und Erdwärme möglich. Im Rahmen der Energieeinsparverordnung sind die Anforderungen und finanziellen Fördermaßnahmen der Energiegewinnung durch Techniken, die Wärme produzieren, ausführlich beschrieben.

Solaranlagen

Fotovoltaikanlage
Fotovoltaikanlage
Die Solarthermie oder Solarwärme wird durch Solaranlagen erzeugt. Die Energiegewinnung ist abhängig von den klimatechnischen Gegebenheiten und erfolgt durch Solarzellen auf dem Hausdach. Die Solarwärme wird beim Hausbau dazu verwandt, warmes Wasser zu erzeugen um damit die Heizung zu betreiben. Die dazu erforderliche Heizungstechnik ist im Kapitel Haustechnik/Heizung bereits abgehandelt worden.

Erdwärme (Geothermie)

Erdwärme ist eine Energie, die  durch Erdwärmesonden in oberflächennahen Bereichen bis ca. 100m Tiefe gewonnen wird. Bei der Nutzung der Erdwärmesonden sind die geologischen Verhältnisse bezüglich der Art und Verbreitung der Gesteine im Untergrund, die Grundwasserführung und der Grundwasserstand zu berücksichtigen. Die heutige Technik und die finanzielle Förderung nach der Energieeinsparverordnung lassen eine ökologische und ökonomische Energiegewinnung durch Geothermie zu.

Strom

Energiegewinnung in Form von Strom ist im Rahmen der Haustechnik  durch die Nutzung einer Solaranlage, die auf dem Prinzip der Fotovoltaik beruht, möglich. Leider reicht das Strahlungsvermögen der Sonne in den meisten Gebieten in Deutschland nicht aus, um soviel Energie zu erzeugen, daß eine autarke Stromversorgung durch Fotovoltaik für den gesamten Hausbau möglich ist. Bei richtiger Bemessung der Solaranlage und einem Hausbau nach dem Passivhaus-Prinzip ist eine kostengünstige Erstellung einer Fotovoltaikanlage und damit die Gewinnung von Strom dank der Förderung im Rahmen der Energieeinsparverordnung auch ökonomisch sinnvoll und machbar.

Gas

Die Versorgung mit Gas in der Haustechnik beinhaltet vor allem Erdgas, die Verwendung von Flüssiggas ist nicht mehr zeitgemäß. Daneben kommt im Zuge der ökologischen Energiegewinnung das Biogas vermehrt zur Anwendung.

Erdgas

Erdgas ist vielseitig, wirtschaftlich, bequem und schont die Umwelt. Außerdem ist es eine sichere Sache, denn Erdgas ist in unverbranntem Zustand völlig ungiftig. Einziger Nachteil ist die Abhängigkeit von Multi-Unternehmen der Energiewirtschaft.

Biogas

Die Erzeugung des Gases erfolgt in Biogasanlagen durch Vergärung organischer Stoffe. Das vergorene organische Material kann als hochwertiger Dünger landbaulich verwertet werden. Die Erzeugung der Energie, also von Strom und Wärme aus Biogas, hat positive Effekte für die Umwelt und kann durch den Verkauf von elektrischer und/oder thermischer Energie landwirtschaftliche Einkommen sichern.


Weitere Informationen rund um die Heizungsanlage und das Heizen beim Hausbau finden Sie auch in den Abschnitten:

Heizungsanlage,
Wärmeversorgung, Heizungssysteme,

Heizkessel,
Festbrennstoffkessel, Gasheizkessel, Ölheizkessel,
Solarheizung, Elektroheizung

Energie und Hausbau,

Brennstoffe und andere Energieträger,

Fossile Energie, Erdöl, Erdgas, Kohle,
Alternative Energie, Solarenergie, Erdwärme/Geothermie,
Wärmepumpen,
Holzpellets, Biogas, Windkraft

Heizung,
Warmwasserheizung, Ofen, Kamin,
Schornstein,
Wärmeverteilung

Wärmeabgabe,
Heizkörper, Flächenheizung, Konvektoren,
Heizungsregelung, Brennstofflagerung

Elektroinstallation beim Hausbau

Arbeiten an der Elektroinstallation dürfen nur von zugelassenen Elektroinstallateuren vorgenommen werden. Die Stromverteilung erfolgt in der modernen Haustechnik in den meisten Fällen durch Unterputzleitungen vom Stromzähler über Verteiler bis zu den Abnahmestellen, Steckdosen, Lichtschalter und Lampen. Elektrische Leitungen in Wänden dürfen nur senkrecht und waagerecht verlegt werden.

 


Es gehört zu den Aufgaben des Elektroinstallateurs, die einzelnen Komponenten der Elektroinstallation so zu verbinden, dass die Schaltungen die gewünschten Funktionen erfüllen und dabei keine Gefahr eines elektrischen Schlags für die Benutzer besteht.

Hinsichtlich des Ausstattungsniveaus der Elektroinstallation unterscheidet man in die Ausstattungswerte 1 Grundausstattung, 2 gehobene Ausstattung und 3 zukunftssichere Komfortausstattung (z.B. das BUS System).

BUS System

Im heutigen Hausbau ermöglicht das Elektro- BUS System die Steuerung von Haustechnik-Komponenten, wodurch Betriebs- und Energiekosten gesenkt werden können. Durch dieses BUS System, neuestes Mitglied der Gebäudesystemtechnik, werden mehrere Endgeräte der Haustechnik, z.B. Heizkörper, Lichtschalter, Lampen, Lüftung, Jalousien, Rauchmelder usw. durch elektrische Leitungen miteinander verbunden und können dann von einer zentralen Stelle aus, vielfach in der Nähe des Stromzählers, gesteuert werden. Dies geschieht bei geschickter Elektroinstallation auch automatisch, wie Rollläden öffnen, Licht löschen usw.

Lichtschalter und Steckdosen

Gleichartige Ausführungen von Lichtschaltern und Steckdosen, teilweise mit modernen Tastsensoren tragen viel zu einem einheitlichen Gesamtbild der Elektroinstallation in verschiedenen Räumen bei. Die Hersteller für Gebäudesystemtechnik bieten heute unter einheitlichem Abdeckrahmen Kombinationen und Einzeleinheiten für Schutzkontakt-Steckdosen, Antennensteckdosen, Lichtschalter, Dimmer, Bewegungsmelder, Jalousieschalter u.ä. für die gesamte Haustechnik an. Für Außenanlagen und Feuchträume müssen wassergeschützte Steckdosen und Lichtschalter benutzt werden.

Beleuchtung

Die Beleuchtung ist ein Bereich der Elektroinstallation, der einen wesentlichen Teil zum Wohlbefinden beitragen kann. Nach der Nutzung der Beleuchtung unterscheiden wir Lampen für die Allgemeinbeleuchtung, die Platzbeleuchtung und die Effektbeleuchtung.

Beleuchtung zur Auswahl Beleuchtung zur Auswahl

Für die Beurteilung von Beleuchtungsanlagen gibt es verschiedene Gütemerkmale, dies sind der Lichtstrom, die Lichtstärke, die Lichtausbeute und die Lichtfarbe. Der Elektroinstallateur unterscheidet die Beleuchtung auch nach der Art der verwendeten Leuchtmittel, wie z.B. Glühlampen, Halogenlampen und Leuchtstofflampen.

Aufzüge, Aufzugsanlagen

Aufzüge sind Teil der modernen Haustechnik und werden in Einfamilienhäusern als Personenaufzüge oder kleine Lastenaufzüge benutzt. Sie sind als Seilaufzüge, Hydraulikaufzüge und Treppenlifte im Einsatz. Die Elektroinstallation in diesem Bereich wird nur von ausgewählten Fach – Elektroinstallateuren angeboten. Aufgrund des hohen Aufwandes werden Aufzugsanlagen beim Einfamilien-Hausbau in der Regel ohne Maschinenraum verwendet.


Weitere Informationen rund um den Elektrobereich beim Hausbau finden Sie auch in den Abschnitten:


Elektroinstallation

 

Stromkreise, BUS-System, Schalter, Steckdosen

 

Beleuchtung, Leuchtmittel, Lampen und Leuchten

 

Aufzüge, Zentralstaubsauger

Sanitär

Der Sanitärbereich der Haustechnik umfasst die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und die Müllentsorgung. Bei der Sanitärinstallation geht es in erster Linie um die optimale Ausführung in technischer und hygienischer Hinsicht für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserbeseitigung Ihres Hauses. Die Sanitärinstallation geschieht mittels besonderer Zu- und Abflussrohre.



Wasserversorgung

Die Wasserversorgung erfolgt in aller Regel durch eine zentrale Wasserversorgung, die dafür reines Trinkwasser bereit stellt. In seltenen Fällen wird auch eine Hauswasserversorgung durch einen Brunnen auf dem Hausbaugrundstück erfolgen. In der modernen Sanitär- und Haustechnik erfährt der Bauherr einen erheblichen Zusatznutzen seiner Wasserversorgung durch eine effiziente Regenwasser- und Grauwassernutzungsanlage.
 
 

Abwasserbeseitigung

Die Abwasserbeseitigung wird durch die Übergabeschächte der öffentlichen Abwasserbeseitigungsanlagen durchgeführt. Dabei liegen die für die Haustechnik relevanten Grundleitungen unterhalb der Bausohle oder außerhalb des Gebäudes und werden durch Erdleitungen aus Steinzeug, Beton, Kunststoff oder Faserzement zum Übergabeschacht geführt. Die für die Haustechnik innerhalb des Gebäudes befindlichen Abflussrohre, Hauptansatzpunkt der Sanitärinstallation, werden im Rahmen der Abwasserbeseitigung aus Grauguss, Kunststoff, verzinktem Stahl oder Faserzement erzeugt.

Die Sanitärinstallation kennt zwei Methoden der Abwasserbeseitigung, das Mischsystem und das Trennsystem. Die Abwasserbeseitigung durch ein Mischsystem erfolgt dadurch,  daß Schmutz- und Regenwasser in einem Rohrnetz geführt werden und sämtliche Abwässer zur Kläranlage geleitet werden. Das Trennsystem bedeutet, daß Schmutz- und Regenwasser in getrennten Leitungssystemen geführt werden, und nur das Schmutzwasser durch die Abflussrohre der Kläranlage zugeführt wird. Sanitärtechnisch aufwendiger, dafür aber ökologisch vernünftiger ist die zweite Lösung, die Sie auch für Ihren Hausbau ins Auge fassen sollten.

Besondere Qualitätsanforderungen sind bei der Sanitärinstallation an die Abflussrohre, die Dachrinnen, Regenfallrohre und Bodenabläufe zu stellen, da Störungen bei der Wasserversorgung erhebliche Kosten und Unannehmlichkeiten für die Sanitärinstallation verursachen können.

Regenwassernutzung

Unser kostbares Trinkwasser zum Spülen im WC zu benutzen, ist viel zu schade und zu teuer. Die Regenwassernutzung für diesen Zweck ist nicht nur sinnvoller, sondern ökologisch und ökonomisch vorteilhafter. Die Sanitärtechnik besitzt heute Möglichkeiten der hygienischen Verwendung des Regenwassers, ja selbst die Aufwertung zu Trinkwasser wird mancherorts bereits getestet.

Regenwassergewinnung
Regenwassernutzung –
so muß es nicht mehr sein.
Die Regenwassernutzung schont unsere Grundwasservorräte, reduziert den Aufwand bei der Wasserversorgung und die Kosten für die sanitäre Wasseraufbereitung, den Wassertransport durch entfallende Abflussrohre und die Abwasserbeseitigung. Die Regenwassernutzung entlastet die Kläranlagen und wirkt so den steigenden Trinkwasser- und Abwasserkosten entgegen.

Müllentsorgung

Die Müllentsorgung erfolgt über die öffentlichen Mülltonnen, wobei dafür Sorge zu tragen ist, daß der Standort der Mülltonnen so zu wählen ist, daß niemand durch Gerüche, Staub oder Lärm belästigt wird.

Weitere Informationen rund um den Sanitärbereich beim Hausbau finden Sie auch in den Abschnitten:

Heizung

Die Heizung beim Hausbau

Durch die im Februar 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) haben sich die Verhaltensweisen der Planer und Bauausführenden im Hausbau radikal geändert, weil die Energieeinsparverordnung ein ganzheitliches Denken über den Energieverbrauch und damit auch und hauptsächlich den durch die Heizungstechnik und die Heizungssysteme verursachten Verbrauch fordert.

 

Im Rahmen der Haustechnik spielt die Heizung eine übergeordnete Rolle, ist sie doch für den größten Verbrauch an Energie verantwortlich.

Welche Heizungssysteme angewandt werden, ob Ofen und Kamin eine dominierende Rolle beim Hausbau spielen, daß ist in das Ermessen des Bauherren gestellt. Auch die Frage des Brennstoffes, ob Heizöl, Erdgas oder Festbrennstoffe oder die Alternativen mit Elektroheizung und Solaranlage ist durch den Bauherren nach reiflicher Überlegung in Zusammenarbeit mit den Betrieben der Haustechnik zu klären.

Als Heizungssysteme stehen als Einzelraumheizungen, Angebote wie Dauerbrandofen, Kaminofen, Ölofen, Pelletofen oder Elektroofen der verschiedensten Couleur zur Verfügung. Im Rahmen der modernen Haustechnik finden jedoch hauptsächlich Zentralheizungsanlagen Anwendung.

Brennstoffe

Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Festbrennstoffe, Strom oder Solarenergie lautet das Angebot an Brennstoffen für Ihre Heizung. Ihre Entscheidung sollte davon abhängen, womit Sie kostengünstig und umweltverträglich Ihre Heizungsanlage betreiben können! Wir haben eine Beschreibung sowie Vor- und Nachteile der Brennstoffe für Sie zusammengestellt.

Heizungssysteme

Bild einer Fussbodenheizung
Fußbodenheizung
Je niedriger die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung gewählt wird, desto energiesparender und komfortabler ist die Heizung. Einzelraumheizungen werden heute kaum benutzt, generell werden in der Haustechnik nur Zentralheizungsanlagen verwendet. Mögliche Systeme sind Fußbodenheizung und Wandheizungen, Radiatoren, Sockelleistenheizungen oder Luftheizungen.

Heizkörper 

Wenn Sie nicht ohnehin eine Einzelraumregelung in Ihrer Heizungsanlage installieren, sollten Sie auf allen Heizkörpern Thermostatventile verwenden. Bei steigender Raumtemperatur gibt die Heizung immer weniger Energie ab. Die möglichen Heizkörperarten sind: Radiatoren, Rohrheizkörper, Flachheizkörper, Konvektoren, Fußleistenheizkörper und Wandheizung.

Heizkessel

Auch die Auswahl unter den Heizkesseltypen ist groß und vom Heizungssystem abhängig. Durch die Einführung der Energieeinsparverordnung für den Hausbau ist auch die Anforderung bezüglich der Effizienz-Werte der Heizkessel gestiegen. Wir unterscheiden je nach Heizungstechnik Heizkessel für Heizöl, Heizkessel für feste Brennstoffe, Heizkessel für Erdgas- und Flüssiggas, Heizkessel für Holzpellets, Solarheizkessel, und Wärmepumpen-Heizkessel.

Klimatechnik

Hausbau und das Klima

Sie wünschen sich als Bauherr ein angenehmes Klima und daß Ihr Hausbau so gestaltet wird, daß Sie sich in Ihrem Haus wohlfühlen. Die Haustechnik hat dafür zu sorgen, daß die Behaglichkeit nicht zu kurz kommt.

 

Wohlfühlen und Behaglichkeit sind natürlich individuelle Wahrnehmungen. Unstreitig richtig ist jedoch, dass das Raumklima unser Wohlbefinden und die körperliche  und geistige Leistungsfähigkeit entscheidend beeinflussen kann. Wenn man sich in überhitzten und stickigen Räumen aufhalten muß, dann hat die Haustechnik versagt und der Faktor der Behaglichkeit und des Wohlfühlens liegt auf der untersten Stufe der Wohlfühlskala. Im eigenen Haus muß die Klimatechnik stimmen.

 
Der Hausbau und das Klima
Grafik: Fachinstitut Gebäude-Klima e.V.
Die Klimatechnik muß also die Behaglichkeit in Ihrem Haus dadurch erreichen, daß sie die gewünschten Umgebungsbedingungen, Ihr Wohlfühl - Klima erschafft und regelt. Dazu benutzt die Klimatechnik Maschinen, Computer und sonstige Einrichtungen, um die Wärme aus dem jeweiligen Raum zu entfernen, was wir als Kühlung empfinden, oder die Wärme hinzufügen, was wir als Heizung bezeichnen. Zusätzlich hat die moderne Klimatechnik dafür zu sorgen, daß die Feuchtigkeit im Raum wunschgemäß gesenkt oder erhöht wird. Letztendlich regelt sie durch den Transport von Wasser oder Luft die Klimaanlagen.

Die Haustechnik hat im Klimabereich durch Klimageräte, wie Klimaanlagen und geeignete Lüftungstechniken Abhilfe zu schaffen, denn es bringt meist nichts, einfach nur das Fenster zu öffnen. Eine vernünftige Lösung sind jedoch Klimaanlagen, die die Luft kühlen und entfeuchten und gegebenenfalls auch pollenverseuchte Luft ausfiltern. Die Lüftung ist auch ein wesentlicher Faktor im Passivhausbau, wo dank ihrer Hilfe ein gesundes Klima hergestellt wird. Bei modernen und entsprechend dichten Gebäuden sollte statt der üblichen unkontrollierten Lüftung über Ritzen und Fenster eine kontrollierte Lüftung der notwendige Luftwechsel sichergestellt werden.

Inzwischen hat die Industrie Meilensteine in der Haustechnik gesetzt und optimierte, in der Klimatechnik neuartige, Wohnungslüftungssysteme entwickelt. Solche Lüftungsanlagen sind häufig auch mit der Möglichkeit der Wärmerückgewinnung ausgestattet; sie ermöglichen bis zu 90% Wärmerückgewinnung aus der verbrauchten Luft. Einmal eingestellt, sorgen sie in Einfamilienhäusern immer für frische Luft und gewinnen gleichzeitig einen Großteil der kostbaren Heizenergie aus der Abluft zurück.

Diese Klima- Systeme bieten für Hausbauten bis zu einer Wohnfläche von 200 m² Klimatechnik -Lösungen an. Die gesamte Lüftungstechnik besteht aus einem Lüftungskompaktgerät zum Einbau an zentraler Stelle und dem dazugehörigen Luftverteilsystem, das die angenehm frische, gefilterte Luft vollautomatisch und kontrolliert in die Wohnräume bringt, wo sie ein Klima des Wohlfühlens und der Behaglichkeit erzeugt.

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