Der Bodenbelag ist die oberste Schicht, der Nutzbelag des Fußbodens von Räumen innerhalb eines Hauses. Er ist beim Hausbau ein Bodenbelag aus unterschiedlichen Materialien, der in Räumen auf den Unterboden, meist einem Estrich, gelegt wird und damit als Fußboden dient.
Die Atmosphäre der Innengestaltung eines Wohnhauses wird maßgeblich auch vom Fußbodenbelag bestimmt. Flauschige Wollteppiche oder echte Natursteinfliesen bestimmen den Charakter des jeweiligen Wohnbereichs, besonders stilvoll ist das Wohnen auf Parkett.
Es gibt eine große Anzahl unterschiedlichster Bodenbeläge in Material, Form und Farbe. Auch preislich gibt es eine Bandbreite von günstig bis extrem teuer. Es ist daher wichtig, sich über die Vorzüge und Nachteile der Fußbodenbeläge für den eigenen Hausbau ausreichend zu informieren.
Um einen besseren Überblick über die Bodenbeläge, die Sie für Ihren Hausbau verwenden können, zu erhalten, kann man die Fußbodenbeläge nach dem Grundmaterial und nach der Art ihrer Herstellung in etwa wie folgt einteilen:
Textile Fußbodenbeläge / Teppichböden
Webteppiche, Tuftingteppiche, Wirkteppiche, Vliesteppiche und Bondingteppiche, Feinvelours-Teppichboden, Struktur-Teppichboden, Feinschlingen-Teppichboden, Woll-Teppichboden, Woll-Berber-Teppichboden, Micro-Fleece-Teppichboden, Schlingen-Teppichboden, Rasen-Teppichboden
Fußbodenbeläge aus Kunststoff
PVC-Böden, Linoleum, Laminate
Fußbodenbeläge aus Naturstoffen
Korkbeläge, Korkparkett, Kautschukbeläge, Bambusparkett, Sisalböden, Ziegenhaarböden
Fußbodenbeläge aus Holz
Parkett, Echtholzparkett, Fertigparkett, Holzbodendielen, Landhausdielen, Dielenboden, Massivholzdielen, Schiffsböden, Holzpflaster, Furnierböden, Profilbretter und Paneele
Fußbodenbeläge aus mineralischen Belägen
Naturstein, Marmor, Granit, Kunststein, Terrazzo, Asphalt, Beton, Ton, Fliesen, Keramik, Mosaik
Die Möglichkeiten, einen Fußboden zu belegen, sind wie zu sehen ist, schier unendlich. Suchen Sie für Ihren Hausbau den passenden Fußbodenbelag aus. Die folgenden Seiten werden Ihnen dabei eine Hilfe sein.
Der konstruktive Aufbau des Fußbodens ist für viele Bereiche im Hausbau von herausragender Bedeutung.
Die Fußbodenkonstruktion gliedert sich in die Bereiche Estrich, Trittschalldämmung, Wärmedämmung und Fußbodenbeläge.
Der Aufbau des Fußbodens beginnt mit der Unterdecke. Dabei sind im fortschrittlichen Hausbau einige wichtige Merkmale zu beachten. Die Unterdecke muss ausreichend tragsicher, fest, trocken und ohne Risse gefertigt werden. Der tragende Untergrund des Fußbodens darf keine punktförmigen Erhebungen, Rohrleitungen oder ähnliches aufweisen, da diese sonst zu Schallbrücken und Schwankungen in der Estrichdicke führen können. Die Fugen müssen vollkantig sein, eine gleichmäßige Breite aufweisen und geradlinig verlaufen.
Vor dem Einbau des Estrichs müssen im Fußboden Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit und nichtdrückendes Wasser hergestellt werden.
Zum richtigen Aufbau des Fußbodens benutzt man beim heutigen Hausbau verschiedene Spachtelmassen. Es gibt Ausgleichsspachtelmassen , Glättmassen, Füllmassen, Nivelliermassen und Feinspachtelmassen.
Spachtelmassen bereiten den Untergrund des Fußbodens für die vorgesehenen Bodenbeläge oder Beschichtungen vor, damit der Grund eben, fest und saugfähig ist. Die Herstellung der Spachtelmassen erfolgt auf der Basis von Bindemitteln wie Kalziumsulfat und Zement.
Das Aufbringen des Estrichs auf den Fußboden kann nun unter Berücksichtigung der einzelnen Estricharten beginnen.
Estricharten kann man nach der Konstruktion, Einbauweise, Nutzung oder nach der Art des verwendeten Bindemittels einteilen.
Als Bindemitteln werden Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Gussasphaltestrich, Magnesiaestrich und Kunstharzestrich im Hausbau eingesetzt.
Nach der Konstruktion werden die Estriche in den schwimmenden Estrich, den Verbundestrich und den Estrich auf Trennschicht eingeteilt. Es gibt für besondere Anforderungen beim Hausbau noch spezielle Estriche, wie rutschhemmende oder elektrische Strahlungen ableitende Estriche.
Heute kommt für Fußböden im Wohnbereich regelmäßig der schwimmende Estrich zum Einsatz.
Wärmedämmstoffe für Fußböden müssen den vorgeschriebenen Hausbau- Normen entsprechen und können Korkerzeugnisse, Schaumkunststoffe, Faserdämmstoffe oder Schaumglas-Erzeugnisse sein.
Als Trittschalldämmstoffe für den Fußboden können Schaumkunststoffe oder Faserdämmstoffe verwendet werden.
Zu guter Letzt werden die eigentlichen Beläge für den Fußboden aufgebracht. Dies können Anstriche, textile Beläge, Parkettböden, Laminate, Holzbeläge, Kunststeinbeläge, Kunststoffbeläge oder keramische Fußbodenbeläge sein. Mit neuen Anstrichtechniken ist auch die farbige Behandlung von Fußböden möglich.
Im Hausbau mit Holz und bei Verwendung von Holzdecken, z.B. im Dachgeschoss, dürfen bei der Erstellung des Fußbodens nur Trockenestriche verwendet werden. Der Trockenestrich wird aus vorgefertigten Elementen ohne Zugabe von Feuchtigkeit hergestellt und als schwimmender Estrich verlegt. Trockenestriche bestehen meist aus Zement, Gips und Holz.
Der konstruktiver Aufbau der Geschossdecken beim Hausbau erfolgt als massive Decke oder als Geschossdecke in Leichtbauweise.
Geschossdecken haben im modernen Hausbau neben den rein statischen Aufgaben auch noch Anforderungen bezüglich der Luft- und Trittschalldämmung und im Bereich des Brandschutzes und der Wärmedämmung zu erfüllen.
Die Geschossdecke stabilisiert die Wände und unterstützt damit entscheidend die Standsicherheit des Hauses in statischer Hinsicht. Die Decken müssen bei einer Spannweite von über 4,50 m zwischen zwei tragenden Wänden besonders stark ausgeführt werden, wodurch sich die Baukosten für Ihren Hausbau erhöhen.
Grundsätzlich wird beim konstruktiven Aufbau von Geschossdecken zwischen Massivdecken und Leichtdecken unterschieden. Es gibt auch Geschossdecken aus Holz, Vollbetondecken und Fertigteildecken.
Innerhalb der Massivdecken gibt es beim Hausbau Unterscheidungen der Geschossdecken nach Balkendecken, Plattenbalkendecken und Plattendecken.
Balkendecken
Bei Balkendecken trägt jeder Balken seinen Deckenteil bis zum jeweils nächsten Balken.
Plattenbalkendecken
Plattenbalkendecken sind Plattendecken, die in regelmäßigen Abständen mit Unterzügen in einer Richtung (Rippendecken) oder überkreuz (Kassettendecken) verstärkt sind.
Plattendecken
Plattendecken sind selbsttragende Decken aus Stahlbeton, ohne zusätzliche Unterstützung durch Balken.
Nach dem Ort der Herstellung unterscheidet man die Geschossdecken in Ortbetondecken und Fertigdecken.
Die Herstellung der Ortbetondecken erfolgt insgesamt auf der Baustelle. Es ist daher auch eine Anpassung an jede Grundrissform des Hausbaus möglich, da Ortbetondecken an keinen Raster gebunden sind. Durch die Verwendung einer Ortbetondecke als Geschossdecke ergibt sich eine optimale Verankerung und Aussteifung der Wände. Im modernen Hausbau werden Ortbetondecken als Plattendecken, Plattenbalkendecken oder auch als Rippendecken ausgeführt.
Die Innenwand hat beim Hausbau die Aufgabe, die einzelnen Räume voneinander abzutrennen und dabei für den notwendigen Sicht- und Schallschutz zu sorgen. Die Innenwand kann tragend oder nichttragend ausgeführt werden. Innenwände können verputzt werden oder als Sichtmauerwerk einen besonderen architektonischen Akzent setzen. Sie können in Massivbauweise oder in Leichtbauweise errichtet werden.
Tragende Innenwände
Beim Hausbau muß man zwischen tragenden Innenwänden, die zwischen zwei beheizten Räumen errichtet werden und solchen, die an unbeheizte Räume angrenzen, unterscheiden.
Zwischen zwei beheizten Räumen gibt es keine Vorschriften bezüglich des Wärmeschutzes für die Innenwand. Kommt jedoch ein unbeheizter Raum ins Spiel, so greift beim Hausbau die Wärmeschutzverordnung. Das bedeutet, daß diese Innenwände einen maximalen U-Wert von 0,35 W/qmK haben dürfen. Diese Wärmedämmung kann man durch entsprechend dickes Mauerwerk erzielen oder man muß eine zusätzliche Wärmedämmung anbringen.
Nicht tragende Innenwände
Nicht tragende Innenwände werden beim heutigen Hausbau in der Regel mit massiven 11,5 cm dicken Mauersteinen errichtet. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, die nichttragenden Innenwände im Trockenbau mit geringerer Dicke herzustellen. Dadurch wird Wohnfläche in ihrem Hausbau gewonnen.
Im Bad- und Sanitärbereich gibt es auch die sogenannten Installationswände, die als wandhohe oder halbhohe Vorwandinstallationen eingesetzt werden. Beim Einsatz dieser Innenwände verschwinden alle Leitungen und Zu- und Abflüsse in der Installationswand.
Als Konstruktionsmaterial für die Innenwände eignen sich im modernen Hausbau in massiver Form sowohl Kalksandsteine als auch Porenbetonsteine. In der Leichtbauweise benutzt man auch Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten, Gipskartonverbundplatten, Metallständerwände und Holzständerwände.
Die Oberflächengestaltung der Innenwände ist abhängig von der Raumnutzung. Innenputz, Innen-Anstriche, Innenwandbekleidungen, Tapeten, Fliesen und andere Wandbeläge stehen zur Auswahl.
In diesem Abschnitt im Ratgeber Hausbau ist mit dem Begriff Fassade die Außenwand eines Wohnhauses gemeint.
Insbesondere werden die Möglichkeiten der Gestaltung der Außenwand durch Putz, Anstrich oder Außenwandbekleidung beschrieben.
Über das Sichtmauerwerk und die Verblender, die auch Bestandteile der Fassade eines Hauses sind, wurde bereits in den vorhergehenden Abschnitten ausführlich informiert.
Die Fassade ist ein wichtiger Teil des äußeren Erscheinungsbildes eines Hauses. Bei Ihrem Hausbau werden Sie durch die Wahl des Fassadentyps nicht nur über das äußere Erscheinungsbild des Hauses sondern auch über bauphysikalische Aspekte und die Dauerhaftigkeit und Wertbeständigkeit des Hauses und selbst über die Höhe der Kosten für die Herstellung und die spätere Instandhaltung entscheiden.
Für die Funktionalität der Fassade ist neben der optischen Gestaltung des Hausbaus auch als ein echter Schutzfaktor gegen Wind und Wetter von entscheidender Bedeutung. Dies mindert nicht die Möglichkeiten einer optisch ansprechenden Fassade durch neue Fassaden-Deckarten, z.B. mit Schiefer.
Die meisten Rohbaukonstruktionen gestatten Ihnen, beliebige Fassaden zu bauen. So kann die Fassade bei Ihrem Hausbau durchaus nur aus einem hübschen Außenputz bestehen.
Dabei gibt es sehr verschiedene Arten und Formen des Putzes für die Fassade. Wir kennen Mineralputze, Silikatputze, Kunstharzputze, Silikonharzputze, Edelputze, Dämmputze und Maschinenputz.
Soll die Fassade Ihres Hauses einen Außenanstrich oder eine Außenbeschichtung erhalten, so gibt der Untergrund Aufschluss darüber, welcher Anstrich zu wählen ist. Es gibt dabei mehrere Variationen des Anstrichgrundes, wie Putzgrund, Ziegelmauerwerk, Kalksandstein, Beton, Porenbeton usw.
Nach der Art des Fassaden- Anstrichs wird dann auch noch zwischen Grundanstrich, Zwischenanstrich und Schlussanstrich unterschieden.
Haben Sie für Ihren Hausbau eine Fassade oder Teile davon aus Holz gewählt, so müssen Sie auf den Holzschutz besonders achten.
Außenwandbekleidungen müssen besondere Voraussetzungen gegen Schlagregen vorweisen, die diesbezügliche DIN – Norm 4108 teilt die Bundesrepublik Deutschland dabei in 3 Beanspruchungsgruppen auf, die nach der jährlichen Niederschlagsmenge eingeteilt sind.
Bei größeren Gebäuden sollten Sie sich vor Beginn dieser Arbeiten ein Angebot von einem Gerüstbauer einholen.
Für eine Hausfassade typische Außenwandbekleidungen können keramische Fliesen und Platten, Holzschindeln, Brett- und Profilschalungen und Faserzement-Platten sein, sie können auch aus Schiefer, Keramik, Aluminium, Kupfer, Zink, Stahl, Kunststoff und Glas hergestellt sein. Wählen Sie für Ihren Hausbau, das Material, was Ihnen am besten gefällt.
Ein gesundes und behagliches Raumklima kann bei Ihrem Hausbau nur erzielt werden, wenn die Wärmedämmung der Außenwand ausreichend dimensioniert ist. Auch für eine ökonomische und ökologische Heizung ist die Außenwanddämmung von entscheidender Bedeutung. Maßgabe für die richtige Gestaltung der Außenwanddämmung ist dabei natürlich die Energieeinsparverordnung (EnEV).
Die richtige Außenwanddämmung kann im modernen Hausbau durch die Verwendung von Wärmedämmverbundsystemen, hinterlüfteten Fassadenverkleidungen, Kerndämmung oder durch eine zusätzliche Innendämmung erreicht werden.
Ist das Haus mit einem einschaligen Mauerwerk errichtet worden, so sind die Kriterien für die Wärmedämmung bereits an den Mauerstein selbst zu stellen. Dies bedeutet, daß die Wand Ihres Hausbaus bereits eine den Dämmanforderungen entsprechende Dicke aufweisen muß. Die notwendige Dicke wiederum ergibt sich aus dem verwendeten Material, wobei hochwärmedämmende Leichtmauersteine, die mit Leichtmauermörtel im Dünnbettverfahren vermauert werden, eine sehr gute Lösung darstellen.
Gegebenenfalls ist auch die Anbringung einer zusätzlichen Dämmschicht an der Außenseite des Mauerwerks erforderlich. Dabei wird im zeitgemäßen Hausbau in der Regel ein Wärmedämmverbundsystem installiert, welches zu erheblichen Energieeinsparungen führt. Denken Sie jedoch daran, dämmen ist mehr als Energie sparen.
Ein Wärmedämmverbundsystem wird mit Hilfe einer verputzten Dämmschicht, die das Haus umhüllt, errichtet. Es muß darauf geachtet werden, daß keine Wärmebrücken in Ihrem Hausbau entstehen.
Das Aufbringen der Dämmschicht erfolgt durch die Verwendung von Dämmplatten aus Hartschaum oder Mineralfasern. Diese werden an der Außenwand mit Spezialkleber oder Spezialdübeln befestigt. Danach wird ein sogenannter Armierungsputz aufgebracht. Auf diesen wird dann noch ein wetterresistenter Kunstharzputz gelegt.
Eine anderes System hat der Hausbau mit einer hinterlüfteten Fassade. Bei dieser Wärmedämmung der Außenwand wird eine Dämmschicht aus Hartschaum oder Mineralfasern direkt an der Außenwand befestigt. Zum Schutz vor den Witterungseinflüssen wird eine Abdeckschicht aus Schindeln, Schiefer, Faserzement, Kunststoff- oder Metallplatten vor die Dämmschicht gesetzt. Dazwischen verbleibt jedoch eine Luftschicht, die für den Abtransport der Feuchtigkeit sorgt.
Beim Hausbau mit mehrschaligem Mauerwerk wird regelmäßig eine Kerndämmung erfolgen. Kerndämmung ist eine Wärmedämmung, die zwischen den beiden Schalen eines zweischaligen Mauerwerks angebracht wird. Man kann diese Dämmung mit und ohne Luftschicht zwischen dem Außenmauerwerk und der Dämmschicht installieren. Die Kerndämmung ist im modernen Hausbau die hochwertigste Lösung der Außenwanddämmung mit absoluten Spitzenwerten bezüglich Wärmedämmung, Schallschutz und Wetterschutz.
Wärmedämmung der Außenwand von der Hausinnenseite.
Zur Verbesserung der Wärmedämmung von Außenwänden kann auch eine Innenwanddämmung angebracht werden. Dieses Verfahren wird im heutigen Hausbau nicht mehr angewandt, meist kommt es noch bei Renovierung von Altbauten vor. Für die Innenwanddämmung nimmt man insbesondere Verbundplatten auf Gipskarton bzw. Gipsfaserplatten mit Dämmplatten aus Hartschaum.
Die Abdichtung des Gebäudes gegen Feuchtigkeit und andere Witterungseinflüsse gehört zu den vordringlichen Aufgaben beim Hausbau.
Mit Abdichtung bezeichnet man Maßnahmen zum Schutz von Bauwerken und Bauteilen gegen Einwirkung von Wasser und Feuchtigkeit. Man unterscheidet beim Hausbau drei Arten von Abdichtungen, nämlich Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit, Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser und Abdichtung gegen drückendes Wasser. Zur vollen Funktion der Abdichtung gehört in den meisten Fällen auch noch der Bau einer Drainage.
Damit ist Ihr Keller dicht wie eine Badewanne. Bei der Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, kommt es auf die Art der Entstehung der Bodenfeuchtigkeit an. Für die zu ergreifenden Maßnahmen kommt es beim Hausbau auf die Art der Bodenfeuchtigkeit an. Es gibt eine Bodenfeuchtigkeit, die seitlich durch Kellerwände eindringt, die also aus dem umgehenden Erdreich austritt, sowie eine aufsteigende Bodenfeuchtigkeit, die von unten in Fundamenten und Mauern hochsteigt.
Es gibt weiterhin die Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser, womit Wasser bezeichnet wird, das keinen hydrostatischen Druck erzeugt. Für den Hausbau relevante Wässer sind Regenwasser, Sickerwasser und Brauchwasser.
Als drittes kennen wir noch die Abdichtung gegen drückendes Wasser. Mit drückendem Wasser ist Wasser gemeint, das einen hydrostatischen Druck erzeugt; typisches Beispiel dafür ist das Grundwasser. Achten Sie also bei Ihrem Hausbau auf die Höhe des Grundwasserspiegels.
Die Abdichtung der gefährdeten Bauteile kann mit den unterschiedlichsten Materialien erfolgen. Die Industrie hat hier eine große Menge verschiedener hochwirksamer Methoden für den Hausbau gefunden.
Neben dem Einsatz von Dämmschlämmen wird Bitumen, Teer, Steinwolle, Mineralwolle, Schaumstoff und Sperrbeton benutzt. Ergänzend werden auch Schutzanstriche mit bituminösen Anstrichprodukten eingesetzt, wenn die Voraussetzungen beim Hausbau entsprechend sind.
Die Abdichtung ist durch eine Drainage zu ergänzen, denn die Drainage hat die Aufgabe, das von oben an der Kellerwand herabfließende Wasser unten an der Gebäudesohle aufzufangen und es zu seiner tiefsten Stelle des Hausbaus zu leiten. Achten Sie darauf, dass ein Abfluss vorhanden ist, denn das Drainagewasser darf weder in den Regenwasserkanal noch in den Abwasserkanal ablaufen.
Ein ordentlich funktionierende Drainage ist nicht einfach zu erstellen, denn
um eine Drainage dauerhaft und funktionsfähig zu verlegen, bedarf es einer gewissen Erfahrung des ausführenden Handwerkers. Da die Drainage doch eine erhebliche finanzielle Aufwendung im Rahmen des Hausbaus bedeutet, sollten Sie sicher sein, daß Sie eine gute Arbeit abgeliefert bekommen, schauen Sie sich daher Referenzobjekte an.