Feuerbrand an Obst- und Ziergehölzen

Schadbild
Die Krankheit äußert sich an den befallenen Pflanzen durch abgestorbene oder welkende Äste und Triebe mit braun-schwarz verfärbten Blättern oder Blütenständen. Da die Infektion bevorzugt durch Regentropfen, Bienen und andere Insekten über die Blüte erfolgt, sind im Bereich der Blüten die ersten Schadsymptome zu finden. Das erkrankte Gewebe ist von dem gesunden scharf abgegrenzt. Bei eintrocknenden Trieben biegt sich die Triebspitze hirtenstabförmig um.Wirtspflanzen
Befallen werden nur Pflanzen aus der Familie der apfelfrüchtigen Rosengewächse (Rosaceae), vornehmlich Apfel, Birne, Quitte, Cotoneaster-Arten (vor allem großlaubige Arten), Rot- und Weißdorn, Feuerdorn, Felsenbirne, Eberesche, Vogelbeere sowie Stranvaesia.Keine Gefahr besteht für Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen und Zwetschen sowie andere Zier- und Nadelgehölze. Ähnliche Krankheitserscheinungen haben hier andere Ursachen (z. B. Frost, Trockenheit oder Schadpilze).
Gegenmaßnahmen
Eine direkte Bekämpfung des Feuerbrandes ist nicht möglich. Auf Grund der Gefährlichkeit der Erkrankung und der Verhinderung einer weiteren Ausbreitung sollten kranke Pflanzen schnellstmöglich gerodet und vernichtet werden (Verbrennen, Verbringen auf eine Mülldeponie im Plastiksack). Verwendete Schnittwerkzeuge müssen nach dem Schnitt desinfiziert werden. Dafür ist 70%iger Alkohol geeignet, den man 1 Minute einwirken lässt. (siehe auch Sägen und Schneiden ohne Risiko oder Was bei einer Baumfällung zu beachten ist)Mehr zum Thema Garten / Bäume
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Text und Bild: LWK Nordrhein-Westfalen