Bodenuntersuchung

Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht. (siehe auch bei uns Wer macht was im Garten)
Viele Böden in Privatgärten sind entweder über- oder unterversorgt. Und rund um einen Neubau findet sich nur in den seltensten Glücksfällen nährstoffreicher Mutterboden, sondern meist ziemlich wertloser Aushub von Baustellen.
In einem Gemüsegarten herrscht hingegen häufig durch jahrelange sehr hohe Kompost-, Mist- und Mineraldüngergaben ein Überschuß an Nährstoffen.
In einem Gemüsegarten herrscht hingegen häufig durch jahrelange sehr hohe Kompost-, Mist- und Mineraldüngergaben ein Überschuß an Nährstoffen.

Wie geht das?
Die sichersten Ergebnisse erhält man, wenn man eine Analyse in einem Labor machen läßt. Eine Standarduntersuchung kostet etwa 10 Euro und beinhaltet im Allgemeinen die Feststellung der Bodenart, des Kalkbedarfs, Gehalte an Phosphat, Kali und Magnesium und die entsprechenden EDV-Auswertungen. Meist ist darin eine Düngungsempfehlung enthalten, fragen Sie aber sicherheitshalber beim Anbieter nach. Für jeden Nutzungsbereich im Garten muß eine gesonderte Untersuchung gemacht werden. Bei einer Erstanlegung eines Gartens, sollten Sie Bodenproben aus verschiedenen Tiefen vom ganzen Grundstück entnehmen und diese gut Mischen.
Tiefe:
bei Gemüse: 0 bis 25 cmbei Rasen: 0 bis 10 cm
bei Obstbäumen: 0 bis 30 cm und 30 bis 60 cm
Vorgehensweise:
Boden mit Spaten bis zur gewünschten Tiefe entnehmen; an der geraden Schnittfläche im Boden mit dem Löffel gleichmäßig Erde von unten nach oben abnehmen.Zunächst entnimmt man Proben an 10 Stellen einer einheitlich genutzten Fläche (z.B. Gemüsebeet), mischt diese in einem Eimer und füllt danach ca. 400 g davon in eine beschriftete Plastiktüte. Zusammen mit einem Begleitschreiben, was man untersucht haben möchte und was Sie sonst noch wissen möchten, schickt man das Paket an die Bodenuntersuchungsstelle.
Beispiele für Bodenuntersuchungsanstalten:
Landw. Untersuchungs- und Forschungsanstalt, Siebengebirgsstraße 200, 53229 Bonn, Tel.: 0228/434-0
Bayer. Hauptversuchsanstalt für Landwirtschaft, 85350 Freising/Weihenstephan, Tel.: 08161/71-3381, Fax: 08161/71-4216
Weitere Adressen erhalten Sie bei der VD-LUFA, Bismarckstr. 41 A, 64293 Darmstadt, Tel.: 06151/26485
Grundsätzliche Tipps:
- Düngermengen in Teilgaben verabreichen, sonst besteht Überdüngungsgefahr
- Nicht auf feuchte Pflanzen düngen, es könnten Ätzschäden entstehen
- Möglichst auf feuchten Boden düngen, ansonsten ist keine unmittelbare Nährstoffwirkung möglich
- Wenn möglich den Dünger leicht einarbeiten, um Auswaschungsverluste zu mindern.
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Quelle: Pressemittelung NRW