Optimal abgedichtete Häuser benötigen eine Lüftungsanlage

Fensterlüftung reicht nicht
"Durch die Fensterlüftung bekommt man das Problem zumeist nicht in den Griff. Hier kann nur eine Lüftungsanlage den hygienisch notwendigen Luftwechsel wieder herstellen und Bauschäden vermeiden", sagt Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).
Die DIN-Norm sieht Folgendes vor: Immer dann, wenn in einem Ein- oder Zweifamilienhaus mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht oder im Einfamilienhaus mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet werden, muss ein Fachplaner oder Fachhandwerker ein Lüftungskonzept anfertigen.
Prüfung durch den Fachmann
Aus diesem Konzept ergibt sich, ob lüftungstechnische Maßnahmen notwendig sind. Moderne Lüftungssysteme lassen sich heute an den individuellen Bedarf und die Gebäudegröße problemlos anpassen. "Zentrale Lüftungsanlagen sind für ein ganzes Gebäude zuständig, während dezentrale Geräte nur Räume oder Teilbereiche von Wohnungen versorgen. Bei Einfamilienhäusern ist der Einsatz zentraler Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung empfehlenswert", erläutert Dr. Breidenbach weiter.Diese modernen Anlagen entziehen der verbrauchten Abluft die Wärme und führen sie der Frischluft, die ins Gebäude strömt, wieder zu. Die Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Lüften: Heizenergie wird gespart und das Gebäude vor gesundheitsgefährdendem Schimmelpilz geschützt. Der Staat unterstützt den Einbau kontrollierter Lüftungssysteme im Übrigen durch zinsgünstige Kredite und Fördergelder.
Quelle: djd/BDH