Hausbautipps24 - Bauplanung

Gezielte Bauvorbereitung und Bauplanung spart Ärger und Nerven

BauplanungHausbau / Bauplanung:  Beim Bau des eigenen Hauses muss man mit allem rechnen, nur nicht damit, dass alles glatt läuft. Dennoch ist ein zerschlissenes Nervenkostüm kein unabwendbares Schicksal. Die Fachleute von TÜV Rheinland empfehlen, schon vor dem ersten Spatenstich Entscheidungen genau zu überdenken und sich bei der Vorbereitung der Bauplanung sehr genau zu informieren.

Eigene Möglichkeiten dürfen nicht überschätzt werden

Eine wesentliche Entscheidung in der Phase der ersten Bauplanung betrifft schon die Art des Hauses und damit das
Bauvolumen, denn ein freistehendes Einfamilienhaus mit Keller oder eine Doppelhaushälfte sind schon kostenmäßig kaum miteinander zu vergleichen. Je nach Größe und Ausstattung des Hauses variieren die Kosten beträchtlich. Wer
Wert auf individuelle Bauplanung und Gestaltung legt und nichts von der Stange möchte, zahlt logischerweise mehr. Die Kosten können leicht über eine Millionen Euro steigen. Deshalb sollte man sich in der Phase der Bauplanung eigene Erwartungen und Ansprüche vorher bewusst machen und genau kalkulieren.

Die Bauplanung muss bereits beim Grundstückskauf beginnen

Bei der Wahl des richtigen Grundstücks lohnt sich ein Besuch bei der Kommune. Ein Blick in den Bebauungsplan zeigt, ob in der Nähe zum Beispiel der Bau einer Umgehungsstraße geplant ist. Im Plan sind mitunter auch ergänzende ortsgestaltende Auflagen festgeschrieben, die Dachformen, Farben, Materialien oder gar bestimmte Haustypen fordern oder verbieten. Allgemein gilt: Was im Bebauungsplan nicht geregelt ist, lässt sich meist frei bestimmen. Was man im Rahmen der Bauvorbereitung bei der Grundstückswahl zu beachten hat, ist im Ratgeber Grundstückskauf komplex erläutert und mit Checklisten leicht zu überprüfen.

Auch die Baufinanzierung ist Teil der Bauplanung

In punkto Baufinanzierung lohnt es sich zudem, vorher die Fördermöglichkeiten zu klären, zum Beispiel im Ratgeber Baufinanzierung, Abschnitt öffentliche Mittel. Generell sollten mindestens 20 bis 40 Prozent der Kosten durch Eigenkapital gedeckt sein sonst steigt einem die Zinsbelastung leicht über den Kopf.
Auf die richtige Wahl des Baupartners kommt es an
Schließlich sollten auch die Auswahl der Baupartner, Architekt oder Bauingenieur und die Wahl des Generalunternehmers oder der Baufirma sehr sorgfältig erfolgen. Für die Bauausführung empfiehlt es sich, einen Generalunternehmer beziehungsweise eine Baufirma auszuwählen, die auf freiwilliger Basis eine Bau begleitende Qualitätsüberwachung durch eine neutrale Stelle wie den TÜV Rheinland durchführen lässt. Dabei wird mit einem 5-Phasen-Check das Bauvorhaben von der Planung bis zur Endabnahme begleitet. Mängel können bereits während der Bauausführung erfasst und rechtzeitig beseitigt werden.

Quelle: TÜV Rheinland

www.architektenweb.de/index.php?a=24


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