Keine Angst vor den Begriffen U- und g-Wert
Hausbau / Fenster: Wer mit dem Gedanken spielt, sich neue Fenster oder Verglasungen für die eigenen vier Wände zu gönnen, hat die Qual der Wahl: Es gibt nahezu für jeden Verwendungszweck besondere Produkte, die die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen können. Zu den wichtigsten gehören die Vermeidung von Wärmeverlusten nach außen und die optimale Nutzung der kostenlosen Sonnenwärme. „Wie gut die Gläser das können, ergibt sich aus dem Ug- und dem g-Wert“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs.
Mit kostenloser Sonnenwärme noch mehr sparen…
Die teure Heizwärme im Haus zu halten, ist die eine Sache. Gleichzeitig können Wärmedämmverglasungen auch die im Frühjahr, Herbst und Winter tief stehende Sonne zum Erwärmen der Räume nutzen und so die Heizkosten weiter reduzieren. Für die Nutzung der kostenlosen Solarwärme ist der so genannte g-Wert zuständig. Je größer der „Gesamtenergie-Durchlassgrad“ ist, desto mehr Wärme kann über das Glas in das Haus oder die Wohnung eindringen. Moderne Wärmedämm-Verglasungen besitzen gewöhnlicher Weise einen g-Wert von 0,6 bis 0,65, lassen also 60 bis 65 Prozent der Sonnenenergie passieren.…oder Hitze aussperren
Damit die Sonnenwärme im Sommer nicht zum Problem wird, ist die Einplanung eines passenden Sonnenschutzes empfehlenswert. Außerdem sollte die Verwendung von Sonnenschutzglas geprüft werden. Solche Gläser bieten die gleichen guten Ug-Werte, wie die „normalen“ Wärmedämmgläser, haben aber bewusst niedrige g-Werte. „In Bürogebäuden mit Glasfassaden sind diese Produkte Standard. Bei großen Glasflächen und je nach Himmelsrichtung ist ihre Verwendung aber auch im Wohnhaus sinnvoll“, erläutert Grönegräs.
Foto: Interpane/BF