Baufinanzierung

Baufinanzierung: Wie man seinen finanziellen Spielraum ermittelt

Grundlagen der EigenheimfinanzierungBaufinanzierung:  Den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen – das ist mit einigem planerischen Aufwand verbunden. Angehende Eigenheimbesitzer sollten zunächst in Vorleistung gehen und einen knallharten Kassensturz machen. Anschließend empfiehlt sich unbedingt professionelle Beratung, um die geeignete Finanzierung zu finden.

 

Wer seinen Traum vom Eigenheim in die Tat umsetzen möchte, muss sich zunächst einmal über seine finanziellen Verhältnisse klar werden. Für Träume ist dabei kein Platz, am Anfang aller Planung steht eine ehrliche Bestandsaufnahme. Die Grundlage der Kalkulation sind sämtliche Einnahmen eines Haushalts auf der einen Seite sowie alle regelmäßigen Ausgaben auf der anderen Seite. Bei den Ausgaben sollte man eine Reserve für unerwartete Zusatzbelastungen einplanen, beispielsweise für eine aufwendige Zahnbehandlung oder größere Reparaturen am Auto.

Maximalen Kaufpreis der Immobilie ermitteln

Zu der Summe, die nach Abzug aller Kosten auf der Haben-Seite übrig bleibt, addiert man die bisherige Warmmiete und ermittelt so in etwa die maximale Höhe der Rate, mit der man monatlichen seinen Kredit abbezahlen kann. Die Faustregel dabei: Pro 100 Euro, die monatlich übrig sind, lässt sich ein Kredit in Höhe von 20.000 bis 25.000 Euro aufnehmen, je nachdem, welche Tilgungsrate gewählt wird. Addiert man zu der Kreditsumme das verfügbare Eigenkapital, erhält man die Gesamtsumme, die für den Bau oder Kauf des Eigenheims zur Verfügung steht.

Nebenkosten in die Kalkulation einbeziehen

Wichtig ist, dass die Gesamtsumme auch alle Baunebenkosten abdecken muss – also die Grunderwerbssteuer, die Makler- und Notargebühren, Grundbuchkosten und die Kosten für Außenanlagen wie Garten und Garage sowie für den Anschluss ans Versorgungsnetz.  Daneben fallen auch Kosten für die Erteilung der Baugenehmigung, die Erschließung des Grundstücks, das Honorar für den Architekten und Kosten für Versicherungen, die während des Hausbaus benötigt werden. Insgesamt muss man mit bis zu 20 Prozent Nebenkosten, bezogen auf das Gesamtvolumen, rechnen.

Baufinanzierung ohne Eigenkapital ist riskant

Einige Banken ermöglichen den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie als sogenannte Vollfinanzierung, bei der kein Eigenkapital nötig ist – doch dieses Finanzierungsmodell hat seine Tücken: Der Kreditnehmer muss eine gut bezahlte und sichere Arbeitsstelle haben, um die höheren Monatsraten stemmen zu können. Sonst kann er schnell in die Bredouille kommen. Es gilt daher nach wie vor: je mehr Eigenkapital, desto besser. 20 bis 25 Prozent sollten es schon sein.

Wer sich einen Überblick über seinen ungefähren finanziellen Spielraum verschafft hat, sollte nun zum zweiten Schritt übergehen und einen Profi ins Boot holen. Ganzheitliche Beratungskonzepte haben dabei den Vorteil, dass sie sämtliche finanziellen Aspekte abdecken und nicht nur die reine Baufinanzierung. 
 
Quelle:  Tipps24-Netzwerk - HR
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