Biogaserzeugung aus Hopfen-Resten der Bierbrau-Produktion

Geliefert wird das Substrat von 170 Landwirten aus der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet Europas. Nach der energetischen Verwertung in der Biogasanlage steht das Substrat als hochwertiger, geruchsarmer Dünger zur Verfügung. Bereits im nächsten Jahr soll ein Drittel des in der Hallertau anfallenden Häckselguts für die Produktion von Biogas genutzt werden.
Die Biogasanlage in Wolnzach-Oberlauterbach wurde von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer eingeweiht. Sie besteht aus drei liegenden Fermentern EUCO TTS mit einem Gesamtvolumen von rund 6.000 Kubikmetern sowie vier Rundfermentern. Diese Anlagentechnologie wurde speziell für den Einsatz von strukturreichem Material, zum Beispiel Hopfen, entwickelt. Damit können aber auch größere Mengen an Gras, ein breites Spektrum an Pflanzen oder landwirtschaftliche Reststoffe problemlos verarbeitet werden.
Betreiber der Anlage ist die Firma Högl Kompost- und Recyling GmbH, die Hopfenverwertungsgenossenschaft HVG und die E.ON Bioerdgas GmbH. Das erzeugte Biogas wird gereinigt, auf Erdgasqualität aufbereitet und in das lokale Versorgungsnetz eingespeist. Jährlich werden so 95 Millionen Kilowattstunden produziert, das entspricht dem Strombedarf von fast 9.000 und dem Wärmebedarf von 2.000 Haushalten.
In der Summe erzeugt die Marktgemeinde Wolnzach mit der Bioerdgasanlage mehr alternative Energie, als in ihren Haushalten verbraucht wird. Seehofer sprach bei der Einweihung von einer optimalen Ressourcenverwendung und höchster Effizienz der Energieproduktion. Der Ministerpräsident freute sich insbesondere darüber, dass diese innovative Technik in Bayern entwickelt wurde.
Foto: Schmack Biogas GmbH